.30R Blaser Erfahrungen & Test [2020]

Der deutsche Munitionsgigant RWS arbeitete mit Blaser bei der Konstruktion und 1990 bei der Einführung der .30R Blaser-Gewehrpatrone zusammen. „R“ steht im europäischen Patronenjargon für „umrandet“. Die .30R Blaser ist eine lange, magnum-ähnliche Patrone, die den Rand des üblichen Magnum-Gürtels ersetzt. Die .30R weist eine scharfe Schulter und einen kurzen Hals auf, gemeinsame (wenn auch unglückliche) Attribute des modernen Designs.

Die .30R verwendet normale .308″-Geschosse. Dies ist gut für Wiederlader geeignet, da es eine Vielzahl von .308″-Geschossen gibt. Nicht so gut ist das fast völlige Fehlen von Nachladedaten für die Patrone, zumindest in den nordamerikanischen Nachladeanleitungen. RWS veröffentlicht .30R-Wiederladedaten für europäische Wiederlader, wobei meist europäische Pulver verwendet werden, die in den USA weitgehend nicht erhältlich sind.

RWS-Werksladungen mit 150 Grain-Geschossen werben mit einem MV von 3085 fps und ME von 3165 ft. lbs. RWS-Werksladungen mit 180 Grain-Geschossen weisen eine MV von 2820 fps und ME von 3190 ft. lbs. auf. Damit ist die ballistische Leistung der .30R Blaser nahezu identisch mit der der Wildkatze .30-06 Ackley Improved Patrone, die seit über 60 Jahren eine kleine, aber treue Fangemeinde hat.

Die .30R Blaser basiert auf einer großen Hülse, die 2,68″ lang ist. Es hat einen Randdurchmesser von .531″, einen Kopfdurchmesser von .480″ und einen Schulterdurchmesser von .441″. Die Gesamtlänge der Patrone beträgt 3,8″.

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass jede Großwildjagd, die Sie mit der .30-06 Springfield, .30-06 Improved, .300 H&H oder auch der 8x60S durchführen können, auch mit der .30R Blaser möglich ist. Die .30R Blaser ist eine feine Allround-Gewehrpatrone, aber es gibt keinen Mangel an etablierten Gewehrpatronen, die dieses ungefähre Leistungsniveau bieten.

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